Sterbemanagement

„Den eigenen Tod stirbt man nur – mit dem Tod anderer muss man leben“ (Mascha Kalèko, Memento)

Studien zeigen, dass sich mit steigendem Alter die Sterbewahrscheinlichkeit erhöht (z.B. Charlsworth, 2001). In Zeiten des demographischen Wandels und einer graduell alternden Belegschaft, besteht also ein großes Risiko, dass sich Unternehmen mit dem Todesfall eines Mitarbeitenden auseinandersetzen müssen. Der richtige Ton und die richtigen Maßnahmen sind entscheidend, um die Mitarbeitenden bestmöglich zu unterstützen und betriebswirtschaftliche Entscheidungen adäquat zu treffen.

Um angemessen mit der Situation umzugehen, müssen wichtige Fragen geklärt werden, z.B.:
  • Wer räumt den Arbeitsplatz des Verstorbenen auf?
  • Wie wird den Angehörigen die Anteilnahme vermittelt (z.B. Kondolenzschreiben, Kranz-/ Blumenspende, Teilnahme an der Beisetzung, persönliches Aufsuchen, …)?
  • Wann kann die Stelle neu besetzt werden?
  • Wie wird der Todesfall an die Mitarbeitenden kommuniziert?
  • Wie kann die innerbetriebliche Trauerarbeit gefördert werden?

Das Wort Management mag im ersten Moment in diesem Kontext unangemessen erscheinen. Gerade in dieser hochemotionalen Zeit bedarf es jedoch einer angemessenen Leitung, Organisation und Planung durch die Führungskraft.

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